Ruhrbischof sorgt sich um Thyssenkrupp-Beschäftigte

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage und eines geplanten Stellenabbaus appelliert Franz-Josef Overbeck an die Konzernführung, auf betriebsbedingte Kündigungen soweit es eben geht zu verzichten. „Der Mensch an sich muss das Maß allen wirtschaftlichen Tuns sein.“

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck sorgt sich um die Beschäftigten von Thyssenkrupp. „Ich hoffe, dass es trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelingt, den wohl leider notwendigen Abbau von Arbeitsplätzen auf ein Minimum zu begrenzen“, sagte Overbeck nach der Bilanzvorlage des traditionsreichen Ruhrgebietskonzerns. Thyssenkrupp hatte am Donnerstag von hohen Verlusten im vergangenen Geschäftsjahr berichtet sowie weitere Verluste und einen Stellenabbau unter anderem in der Essener Konzernzentrale angekündigt.

Angesichts dieser Situation erwartet der Bischof, „dass die Konzernleitung gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern möglichst sozialverträgliche Lösungen für die von drohender Arbeitslosigkeit betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sucht“, hob der Bischof hervor. Wichtig sei in jedem Fall, dass Thyssenkrupp wertschöpfende Maßnahmen wie den Verkauf von Konzernteilen „in den Konzern reinvestiert, um ihn zu konsolidieren und so wieder zu einem starken und wettbewerbsfähigen Arbeitgeber für unsere Region und viele andere Orte der Welt zu machen“.

Der Bischof verwies auf Alfred Krupp, der bereits 1873 gesagt habe: „Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein“, und auf dessen Urenkel Alfried Krupp, der dies fast 100 Jahre später konkretisiert habe: „Der Mensch an sich hat das Maß allen wirtschaftlichen Tuns zu sein.“ Overbeck betont: „Insbesondere in schwierigen Zeiten des Umbruchs erweist sich, wie ernst es einem Unternehmen mit seinen Prinzipien ist.“ Bei allen Restrukturierungen müsse „das Wohl der Belegschaft im Mittelpunkt stehen“, so Overbeck.

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