Bistum Essen veröffentlicht Hörspiel zu Widerstandskämpfer Nikolaus Groß

Keiner soll sagen, er habe ja nichts geahnt... Wie der Widerstand gegen rechtsextremes Gedankengut und Nationalsozialismus vor 80 Jahren lief, als Menschen mit klarer Erkenntnis an einer angeblich ahnungslosen Gesellschaft abprallten und ihre Warnungen schließlich mit dem Tod bezahlen mussten, erzählte das Bistum Essen mit seinem Hörspiel „Nikolaus Groß – Unerschütterlich“

Marschmusik, die von der Straße herüberweht, Wortfetzen einer Goebbels-Rede, die Gedanken von Nikolaus Groß beim Schreiben seiner Briefe aus der Gefängniszelle: Zum 75. Todestag des Widerstandskämpfers Nikolaus Groß veröffentlicht das Bistum Essen ein Hörspiel, das die Geschichte des zu Lebzeiten im Ruhrgebiet aktiven Arbeiters lebendig werden lässt.

Insgesamt 17. Folgen mit einer Länge von 10 bis 15 Minuten werden unter dem Titel „Nikolaus Groß – Unerschütterlich“. veröffentlicht, die letzte Folge am 23. Januar, dem 75. Todestag des Märtyrers.

“Nikolaus Groß ist nicht nur ein Christ mit einer frommen Lebensgeschichte, sondern ein Mann, der sich in schweren Lebenszeiten unerschütterlich für andere Menschen einsetzte. Schon früh hat er aus seiner christlichen Überzeugung heraus vor dem menschenverachtenden Vokabular und der Denkweise der Nationalsozialisten gewarnt“, sagt Michael Dörnemann, Pastoraldezernent und Leiter des Hörspiel-Projekts im Ruhrbistum.

Das Hörspiel greife ein hochaktuelles Thema auf, könne ein Appell sein, aus der Geschichte zu lernen, nicht die gleichen Fehler zu machen wie damals. „Wir leben in Zeiten, wo es nicht wenige Menschen gibt, die vor allem in sozialen Medien menschenverachtendes Gedankengut und Hass verbreiten“ – eine ‚Verrohung der Sprache‘, vor der auch Nikolaus Groß damals frühzeitig gewarnt habe, so Dörnemann.

Das Hörspiel kann ab dem 11. November bei allen gängigen Plattformen gestreamt (https://bistum.ruhr/unerschuetterlich) werden oder hier angehört werden: unerschuetterlich.bistum-essen.de

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